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Das Modell selbst stammt vom Sommer 1984, kurz nachdem der Bausatz des Cowboy von Italeri auf den Markt kam. Gebaut wurde er zwar gemäß Bauanleitung, doch lackiert entgegen der Kartonvorlage: Chassis in hellgrau/glänzend, Fahrerhaus weiß/glänzend und das Interieur in weinrot/matt. Da es sich bei dem gekauften Exemplar um eine sehr frühe (vermutlich die erste) Auflage des Bausatzes handelt, hat das Modell noch keine Chromteile. Erst die nachfolgenden Chargen haben die für den Cowboy so typischen Chromteile. Daher war der Bau eines "echten" Cowboy nur schwer möglich, und so wurden damals alle eigentlich zu verchromenden Bauteile in Revell Silber Nr. 90 mit dem Pinsel bemalt (!). |
| "The Old Cowboy" nach der Restaurierung | |
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24 Jahre im Regal
gehen auch an einem sonst so robusten Iveco nicht spurlos vorbei...
(immerhin ist es aber das älteste noch existierende Modell meiner Sammlung) Im Laufe der Zeit brechen schon aufgrund des spröde werdenden Klebstoffs diverse Kleinteile ab. Die hier noch sichtbaren Deko-Streifen am Fahrerhaus sind schon stark brüchig und wurden im weiteren Verlauf der Restaurierung entfernt. Da Italeri bei allen Iveco-Bausätzen ein Maximum an Realitätsnähe erreichen wollte, sind die hinteren Kotflügel besonders empfindlich gegen Bruch, sodass diese meist schon kurz nach - oder im Extremfall während - der Fertigstellung des Modells abbrechen. Ähnliches gilt für die Vorderachse, die bereits einige Monate nach Fertigstellung irreparabel brach. Tips zum Bau der Iveco-Modelle finden Sie in der Beschreibung des Ferrari TurboStar, der bekanntlich auf diesem Modell aufbaut. |
| Heckansicht Urzustand Sommer 2004 vor Restaurierung | |
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Die Vorderachse hat
bereits früh den mechanischen Belastungen beim Präsentieren bzw. bewegen der
Lenkachse nachgegeben und war weitgehend zerstört. Als Notlösung ist - recht
brutal - ein 2 mm Stahldraht durch die Mitten der Federpakete geführt
worden, damit die Vorderräder überhaupt noch einen stabilen Kontakt zum
Fahrgestell haben und einigermaßen an ihrer Position sitzen. So kann
wenigstens das Modell noch halbwegs präsentiert werden, solange man nicht
drunterschaut... Nachdem auf eine komplette Restaurierung mit neuer Lackierung, evtl. neuen Scheiben usw. verzichtet wurde, schien dagegen nach der Instandsetzung der Achse ein neues Finish dennoch angemessen. Also warum nicht einmal eine Alterung ausprobieren? |
| Chassis Sommer 2004 vor Restaurierung | |
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Alle filigranen
Anbauteile sind bereits zu Beginn der Restaurierung entfernt worden, wenn
sie nicht von selbst abgefallen sind. Viele größere Teile, wie z.B. die
Schalldämpfer der Abgasanlage oder der Dachspoiler wurden neu befestigt.
Diverse Bereiche des Chassis und auch des Fahrerhauses wurden mit der
entsprechenden Farbe nachlackiert, bevor mit der eigentlichen Verschmutzung
begonnen wurde.
Der Einfachheit halber ist dazu ein Gemisch aus dunkelgrauer Farbe (Revell 78, matt, panzergrau) und Verdünnung verwendet worden. Etwa im Verhältnis 1:10, Farbe:Verdünnung. Mit einem großen Haarpinsel läßt sich diese sehr dünne Farbe dann auftragen und z.B. mit Papiertaschentüchern oder Wattestäbchen verwischen, bis ein Schmutzeffekt entsteht, wie er auf alten Nutzfahrzeugen nun einmal aus Dreck, Schmierfett, Öl, usw. entsteht. Schmutzeffekte am Fahrerhaus sind mit entsprechend stärker verdünnter Farbe und größerer Sorgfalt vorzunehmen. Insgesamt hilft ein vorhergehendes Trockenbürsten mit z.B. eisenfarbig deutlich, die Tiefenwirkung von Sicken usw. zu erhöhen (s. Militär-Modellbau) |
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Nach der Verschmutzung
wurden die restlichen Anbauteile, insbesondere die Kotflügel, angebracht,
die bereits vor der Montage mit entsprechendem Finish versehen wurden. So entstand mit relativ wenig Aufwand aus einem fast schrottreifen Modell wieder ein neues mit etwas anderer Ausstrahlung. Außerdem eignen sich solche alten Modelle gut zum Ausprobieren diverser Alterungs- und Verschmutzungstechniken. Vielleicht ist dies ja mal ein echter Cowboy gewesen, der im Laufe seiner vielen 100.000 km von einem Besitzer weiß umlackiert wurde?? Und jetzt steht er halt als Gebrauchtfahrzeug mit fast 1 Mio. km auf dem Buckel irgendwo und wartet auf seinen Platz im Museum... |
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Das "Schmierfett" auf der Sattelkupplung läßt sich gut mit eingefärbter Ölfarbe imitieren, da selbst verschmutztes Fett noch leicht glänzt. Ölfarbe hat auch die richtige Struktur, um dickere Fettaufträge nachzubilden. Einziger Nachteil: Die lange Trockenzeit. |
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Wenn schon denn schon: Diesel-Spuren am Tankstutzen werden ebenfalls durch einen Mix aus Farbe und Verdünnung nachgebildet. Wieviele 1000 Liter Diesel da wohl schon reingefüllt wurden?? |