Delahaye Type 103 "Monte Carlo"

Der "Großleiter"-Kraftwagen mit Magirus-Leiter

Der französische Bausatz-Hersteller Heller führte lange Zeit dieses äußerst exklusive Feuerwehr-Fahrzeug in seinem Programm, wobei der Name "Heller" immer schon für ein zwar eher überschaubares, aber dafür sehr gut ausgewähltes Bausatz-Sortiment steht.  So paßt auch dieses besondere Modell sehr gut in jede Nutzfahrzeugsammlung. Die Bauanleitung schreibt zur Historie auszugsweise folgendes:

Der "Großleiter"-Kraftwagen ist ein mit einer 26m langen Ganzmetall-Leiter ausgestattetes 1937er Modell des Fahrzeuges Delahaye Type 103. Speziell bestellt von der Stadt Monaco, wurde dieses einmalige Exemplar 1939 an die Feuerwehr Monaco geliefert. Es war bis 1968/69 im Einsatz und wurde von der Stadt Bonneville erworben.

Baujahr 1939 Motor Delahaye 6 Zylinder
Länge 8,35 m Bohrung 107 mm
Breite 2,20 m Hub 84 mm
Höhe 2,58 m Hubraum 3557 ccm
Getriebe 4 Gang Gemischbildung 1 Solex Vergaser
       
Feuerleiter Magirus    
  26 m, 4-teilig, Ganzmetall    

 

Klicken für hohe Auflösung, ca. 200 kB Das imposante Modell verfügt über einen sehr gut detaillierten Aufbau mit drehbarem Leiterturm, einer ausziehbaren Leiter und einer lenkbaren Vorderachse. Weiterhin können ergänzend zu einer ausgefahrenen Leiter auch die Stützen am Fahrgestell ausgestellt werden.

Allerdings sind die "beweglichen" Teile recht filigran, sodass man das Modell nach Fertigstellung besser nicht mechanisch überstrapazieren sollte. Es ist ja auch nicht zum Spielen gedacht...

   
Die Heckansicht zeigt recht gut die klassisch-elegante Linienführung der Karrosserie. Die um diese Zeit sehr beliebten Weißwandreifen runden diesen Eindruck ab.

Für die Weißwandreifen liegen keine Abziehbilder o.ä. vor, man muß sie selber "aufmalen". Selbst die ruhigste Hand wird hier mit dem Pinsel Probleme haben, also muß eine Schablone angefertigt werden. Gut geeignet ist dazu klare Bucheinschlagsfolie, in die ein kreisrundes Loch geschnitten wurde, das dem Außendurchmesser des weißen Ringes entspricht. Das kreisrunde Loch wiederum in die Folie zu bekommen, ist eine andere Geschichte, gute Dienste leistet dabei ein alter Tuschezirkel, in den z.B. eine Klinge eines Bastelmessers geklemmt wurde. Mit diesem "Zirkelmesser" läßt sich jeder beliebige Durchmesser in die Folie schneiden und diese dann - gutes Augenmaß vorausgesetzt - mittig auf den Reifen kleben.

Mit matt-weißer Farbe kann dann der Ring aufgemalt werden. Aufgrund des gummiartigen Untergrundes muß die Farbe stärker verdünnt werden als sonst.

   
Der Leiteraufbau im Detail. Echte Feuerwehr-Fans finden hier sicher noch einiges Potential zur weiteren Detaillierung bzw. Farbgebung.

Die Handräder wirken realistischer, wenn man sie außen mit Chromsilber bemalt.

   
Eine recht aufwendige Arbeit ist das Abkleben der zwei Farben Rot  und Aluminium (Beblechung), um die scharfen Übergänge der Kantenleisten usw. zu realisieren.
   
Um die filigrane Bauweise der Vorderachse nicht überzustrapazieren, wurden unter die Achsen je zwei Profile aus Kunststoff geklebt. So steht das Fahrzeug vorne nicht unmittelbar auf den Reifen und für die Achse besteht nicht die Gefahr, schnell zu brechen.