Diorama "BAM-Projekt" - Magirus in Rußland im HO-Maßstab

Text + Diorama C. Paetsch, Iveco/OCM; Fahrzeuge H. Kling

Das legendäre "BAM-Projekt" forderte geradezu heraus, die extremen Bedingungen, unter denen die Magirus-Fahrzeuge eingesetzt wurden, nach zu bilden. Und wie könnte das besser umgesetzt werden, als in einem Diorama im HO-Maßstab? Unwirtliche Gegenden, Straßen, die diese Bezeichnung gar nicht verdienen, Schlamm, Sümpfe, gefährliche Pisten und schwere Beladung...

All dies sollte in diesem ersten Diorama dokumentiert werden. Im Laufe der nächsten Jahre könnten so noch weitere Szenen dazu kommen. Die durchweg positive Aufnahme der Modell-Landschaft auf diversen Messen beweist ein großes Interesse an der Nachbildung historischer Szenerien.

 

Bitte klicken Sie auf eines der Bilder, um eine größere Darstellung zu erhalten.

 

  Hier kommen sie... man kann geradezu das Heulen der luftgekühlten Motoren hören.

 

Drei schwer beladene Magirus-Deutz 290 D 26 K, 6x4 mit Muldenkippaufbau.

 

Bekanntlich gab es diese Modelle lange Zeit von Wiking bereits in rotem Fahrgestell und orangem Aufbau. Lediglich die Luftansaugrohre, die markanten Schweinwerfer und einige kleine Details mußten ergänzt werden.

 

 

Natürlich dürfen bei solch einem Diorama die Fahrerfiguren, die Beladung und eine möglichst reale Verschmutzung nicht fehlen.

 

Der eigentliche Star der Szenerie ist aber der "Untergrund"...

 

Eine Szene aus dem russischen Frühling, wo gerade der Frost langsam verschwindet, aber dafür die "Straßen"  in schlammige Pisten verwandelt werden.

Auch neben den Pisten sammelt sich Wasser zu Sumpfgebieten
Von der abschüssigen Piste läuft Tauwasser in eine kleine Mulde und bildet einen brackigen Tümpel.
Unbeeindruckt von der harten Umgebung zieht der Konvoi der "Luftgekühlten" seine Bahn.

 

 

 

 

 

 

 

Auch in diesem Winter werden ihnen noch viele folgen...

 

 

 

 

 

 

 

... um über Jahre die BAM aufzubauen.
Die nahezu unverwüstliche Kombination aus Fahrgestell und Aufbau ist förmlich spürbar, wenn man...
... die "Knüppel" sieht, die als Befestigung dienten.

Hier im Modell aus Streichhölzern nachgebildet und mit Gießharz (wie das gesamte Modell) in "nassen" Schlamm eingebettet.

Auch wenn die Schatten länger werden...
... Pause haben die Magirus und ihre Fahrer noch lange nicht...
... es gibt noch viel Material zu bewegen...
Und immer wieder müssen die Fahrzeuge behutsam über die kaum befahrbaren Pisten fahren.
Aber ein Magirus wäre kein Magirus gewesen, wenn er diese Torturen nicht über viele Jahre durchgehalten hätte.
Der Modelluntergrund besteht aus Modelleisenbahn-üblichen Bautechniken aus Pappe, Leim + Papier. Darüber kam eine Schicht aus Geländebaumörtel, dann Modelliersand (Sand + Bindemittel).

In diesen feuchten Sand kann man sehr gut Fahrspuren eindrücken und Senken für Pfützen usw. nachmodellieren.

Nach dem Trocknen und Fixieren des Sandes (mit verdünntem Weißleim) wird die Nässe durch Gießharz behutsam modelliert. Das Harz läuft selbständig in die Senken und saugt sich in den Untergrund.

Führt man einen zweiten Durchgang über bereits durchgehärtetes Harz aus, lassen sich sehr leicht Pfützen und kleine Sümpfe nachbilden.

Der große Tümpel ist allerdings separat gegossen in 2 Stufen und an der tiefsten Stelle ca. 2 cm tief. Sämtliche Vegetation ist mit eingegossen worden.